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Böse Corona-Mathematik

Entschuldigen Sie bitte, daß ich in einem Blog, in dem es eigentlich um TSC geht, auch andere Texte veröffentliche. Mittlerweile bin ich aber schon so zornig darüber, das konsequent genau das nicht passiert, was schon seit Monaten passieren sollte, daß ich das loswerden mußte. Und damit dieser Zorn besser verständlich wird, hier ein paar wirklich unkomplizierte Rechnungen und Überlegungen. Warum mich das zornig macht, liegt auf der Hand: dieses Negieren der Notwendigkeit kostet Menschenleben - und auch Geld . Beides ist vermeidbar, wenn man die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt setzt. Genug Daten darüber gäbe es mittlerweile. Und ein Schulabschluß, bei dem man Schlußrechnungen gelernt hat, ermöglicht das mühelose verarbeiten der Daten, die innerhalb von 30 min aus Ages, Statistik Austria, Salzburger Nachrichten und Heute recherchiert werden konnten. Wahrscheinlich kann man die passenden Zahlen aber in zahlreichen anderen Medien...

Pflegegeld - Mies( :) )brauch des Sozialsystems? Teil 3/3

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Dritter Akt bei Gericht Für jemanden, der damit sonst nichts zu tun hatte, war die Sicherheitsschleuse im Arbeits- u. Sozialgericht beeindruckend:                Eine meterhohe Schleuse sofort nach der Eingangstür verhindert das weitere Vordringen ins Gebäude. Links und rechts einer großen Schiebetür, die maximal Amtsangehörigen geöffnet wird, sind Glaskojen, durch die man durch muß, nachdem man sein Gepäck beim Röntgengerät einschließlich Gürtel, Schlüssel etc. in einen Korb abgegeben hat. Nach Betreten der Glaskoje (oben geschlossen) schließt sich die Koje hinter dem Besucher. Geöffnet wird vorne erst, wenn das Röntgen unauffällig war. Dann nimmt man noch einen Schluck aus der mitgebrachten Wasserflasche und kann mit seinen Unterlagen endlich den richtigen Verhandlungssaal suchen. Ich bin schon ein paar mal geflogen, aber SOLCHE Schleusen habe ich noch nicht erlebt. Bedenkt man, WAS bei Gericht schon alles v...

Pflegegeld - Mies( :) )brauch des Sozialsystems? Teil 2/3

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Des Dramas zweiter Akt Nach geraumer Zeit kam das Gutachten ins Haus. Ich hatte damit gerechnet, daß Sophias Zustand in dem einen oder anderen Punkt anders beurteilt werden würde, als er von uns wahrgenommen wurde. Das Ausmaß der nicht korrekt beurteilten Punkte und der im Gutachten falsch dargestellten Sachverhalte hat mich dann aber doch überrascht.  Was bei meiner Gattin der Grund für eine getrübte Stimmung war (nach dem Motto: wir werden nie Recht bekommen, wenn das da so steht), sorgte bei mir für eine leicht schizophrene Reaktion:             Einerseits war ich extrem ungehalten, daß man - als Arzt von Amts wegen - solchen Unsinn produzieren konnte. Weswegen ich auch nie von "Kollege", sondern von Gutachter spreche. Würde ICH so offensichtlich schlampig in meinem Beruf als Anästhesist und Intensivmediziner arbeiten, gäbe es - im wahrsten Sinn des Wortes - Tote.         ...

Pflegegeld - Mies( :) )brauch des Sozialsystems? Teil1/3

Pflegegeld =Almosen? Die letzten 10 Monate haben wir damit zugebracht, um das uns rechtlich zustehende Pflegegeld zu kämpfen. Als Pflegegeldbezieher/-in bekommt man leider immer wieder von dafür zuständigen Stellen vermittelt, man fordere Ungebührliches. FAKT ist: es besteht ein gesetzlich geregelter Anspruch auf Pflegegeld Der Eindruck, den ich im Laufe der letzten Jahre gewann, läßt aber eher auf systematische Mängel bei damit befaßten Institutionen schließen.  Die Frage, die sich mir dabei aufdrängte, war die, ob es nicht auch ein Mies( :)  )brauch des Sozialsystems ist, Menschen, die per Gesetz Anrecht auf eine Leistung in einer bestimmten Höhe haben, mit weniger, als ihnen zusteht, abzuspeisen .   Abgesehen davon wäre auch folgende Rechnung von den Versicherungsträgern einzufordern: Wieviel Geld wurde für die diversen Klagen, die durch unkorrektes Arbeiten seitens der Versicherungen verursacht wurden, ausgegeben? Imm...

Das Problem mit den Serien

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WANTED       "Dr. House" ist sicher eine unterhaltsame und teilweise auch lehrreiche - weil gut recherchierte - Serie. Allerdings stellt sie uns Mediziner vor ein Problem, daß ich Ihnen anhand einer Episode aus dem Notarztkurs anschaulich machen will: 2 - 300 Mediziner sitzen im Saal und hören, wie der Vortragende von einer Studie berichtet, die sich mit dem Outcome von Reanimationen beschäftigte. In dieser Studie hätten mehr als die Hälfte der Patienten die Reanimationen überlebt. Und das nicht nur primär, sondern auch sekundär und mit höchstens geringen Folgeschäden. Unter den erfolgreich Reanimierten hätten sich auch zahlreiche polytraumatisierte Patienten befunden. Auf die Frage des Vortagenden - " Was haben die anders gemacht als wir?" - macht sich betretenes Schweigen im Saal breit, weil alle Kolleginnen und Kollegen wissen, daß die Zahlen der derart gut Überlebenden einen wesentlich geringeren Teil ausmachen. Die Lösung: ein paa...